Satzung des Verbandes ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V.
(Förderverein für gartenbauliche Lehre und Forschung in Dresden-Pillnitz)

§ 1
Name und Sitz


1. Der Verband führt den Namen
,,Verband ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V.“.
2. Der Verband hat seinen Sitz in Dresden-Pillnitz.
3. Der Verband ist als gemeinnütziger Verein im Vereinsregister beim
Amtsgericht Dresden eingetragen.


§ 2
Mitgliedschaft

1. Der Verband besteht aus

a.) ordentlichen Mitgliedern
b.) außerordentlichen Mitgliedern
c.) Ehrenmitgliedern
d.) fördernden Mitgliedern.

2. Voraussetzung für die Aufnahme als ordentliches Mitglied ist

- die bestandene Abschlussprüfung an einer der Pillnitzer gartenbaulichen Lehreinrichtungen einschließlich ihrer Vorgänger und der Absolventen aus Bannewitz oder
- die Zugehörigkeit zum Lehrkörper oder die Tätigkeit als Mitarbeiter in einer der Pillnitzer Versuchs- und Forschungseinrichtungen.

3. Außerordentliche Mitglieder können Studierende auf schriftlichen Antrag werden. Diese Mitgliedschaft wird nach bestandener Abschlussprüfung zu einer ordentlichen Mitgliedschaft.

4. Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich im Verband/ Berufsstand besonders verdient gemacht haben. Die Ernennung erfolgt auf Beschluss des Vorstandes.

5. Fördernde Mitglieder können natürliche und juristische Personen sein, die nicht den Bedingungen unter 2., 3. und 4. entsprechen, die aber gewillt sind, dem Zweck des Verbandes zu dienen.

6. Die Betriebserklärung von ordentlichen Mitgliedern und Fördermitgliedern ist dem Vorstand schriftlich zu übermitteln. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand des Verbandes.

7. Die Geschäftsführung des Verbandes führt eine Liste mit dem Namen, der Anschriften, E-Mail-Adresse und des Abschlussjahrgangs der Mitglieder.

8. Die Beendigung der Mitgliedschaft erfolgt:

a) durch freiwilligen Austritt
Er ist nur zum Ende des Kalenderjahres möglich und schriftlich zu erklären.

b) durch Beschluss des Vorstandes, wenn ein Mitglied die bürgerlichen Ehrenrechte verliert oder bei Beitragsrückständen von mehr als zwei Jahren. Den betroffenen Mitgliedern ist davon mit Angabe der Gründe Kenntnis zu geben. Über die Beschwerde entscheidet die Hauptversammlung, soweit der Vorstand der Beschwerde nicht stattgeben will. Wiederaufnahme ist nur mit Zustimmung der Hauptversammlung möglich.

c) durch den Tod des Mitgliedes.


§ 3
Zweck und Gemeinnützigkeit des Verbandes

1. Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabeordnung durch:


 Förderung von Lehre und Forschung in den Bereichen Gartenbau und Landespflege.

 Förderung von Ausstellungen und Präsentationen der Berufsstände des Gartenbaues.

 Unterstützung des Umweltschutzes im Zusammenhang mit den Aufgaben in Gartenbau und Landespflege.

 Durchführung wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Veranstaltungen, Unterrichtung der Öffentlichkeit über berufs- und fachbezogene Probleme.

 Zusammenarbeit mit Organisationen der Erwachsenenbildung.

 Kontaktpflege mit gärtnerischen Bildungs- und Forschungs-einrichtungen in und außerhalb von Dresden - Pillnitz durch Informationen und gemeinsame Veranstaltungen.

2. Der Verband ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

5. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden, soweit nicht entsprechend nachfolgendem § 16 Abs. 3 der Satzung verfahren wird. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

6. Der Verband ist politisch und konfessionell neutral.


§ 4
Rechte und Pflichten

1. Die Mitglieder sind berechtigt, Anträge zu stellen.

Die ordentlichen Mitglieder sind für alle Ehrenämter wählbar. Außerordentliche Mitglieder können zu Beisitzern des erweiterten Vorstandes gewählt werden.

2. Die Mitglieder sind verpflichtet, zur Erreichung der Verbandsziele nach besten Kräften beizutragen und den festgesetzten Mitgliedsbeitrag zu entrichten.

 
§ 5
Der Vorstand

1. Die Leitung des Verbandes obliegt dem erweiterten Vorstand im Innenverhältnis. Der erweiterte Vorstand besteht aus

- 1. Vorsitzenden
- 2. Vorsitzenden
- Geschäftsführer
- Kassenführer
- 5 Beisitzern.

2. Für die Dauer ihrer Amtszeit können außerdem mit beratender Stimme der/die Leiter/in des Fachbereiches Gartenbau, der LfL und der/die Schulleiter/in der Fachschulen sowie ein/e Vertreter/in des Fachbereiches Landespflege/Gartenbau der HTW sowie 1 Student der HTW und 1 Fachschüler (außerordentliche Mitglieder) dem erweiterten Vorstand angehören.

3. Der erweiterte Vorstand ist berechtigt, Unterausschüsse zu bilden.

4. Zu Vorstandssitzungen lädt der 1. Vorsitzende ein und leitet sie. Bei dessen Verhinderung soll der 2. Vorsitzende diese Aufgabe übernehmen. Der erweiterte Vorstand ist beschlussfähig, wenn die einfache Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Der erweiterte Vorstand ist für die Verwendung der Einnahmen und des Vermögens gegenüber der Hauptversammlung verantwortlich.

5. Vorstand im Sinne des § 26 BGB

Nur der 1. und 2. Vorsitzende sind Mitglieder des Vorstandes im Sinne des § 26 BGB. Sie vertreten den Verband je einzeln.

6. Der Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist verantwortlich für die Führung der Mitgliederkartei und das Erledigen des Schriftverkehrs einschließlich der Archivierung aller Unterlagen. Außerdem fertigt er über jede Versammlung eine Niederschrift an, die vom Vorsitzenden zu unterzeichnen ist.

7. Der Kassenführer

Der Kassenführer verwaltet das Vermögen des Verbandes, zieht die Beiträge ein und führt die Kasse. Über Einnahmen und Ausgaben ist Buch zu führen.

8. Vollmachten

Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB soll nach Beratung im erweiterten Vorstand rechtsgeschäftliche Vollmachten, z.B. an Kassierer oder Geschäftsführer für die laufenden Aufgaben erteilen. Dabei können allgemeine Handlungsanweisungen und/oder Obergrenzen für finanzielle Verpflichtungen, die aufgrund Vollmachten der Verband eingeht, erteilt werden.


§ 6
Hauptversammlung

1. Der Hauptversammlung obliegt

a) die Wahl des erweiterten Vorstandes
b) die Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes und die Entlastung des Vorstandes
c) die Zustimmung zum Haushaltsplan für das kommende Jahr, den der erweiterte Vorstand aufstellt
d) die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
e) die Beratung und Beschlussfassung über gestellte Anträge
f) die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Ergänzungen
g) die Beschlussfassung über Auflösung des Verbandes.

2. Zeitpunkt und Ort der Versammlung sind zusammen mit der Tagesordnung mindestens 4 Wochen vorher durch den Vorstand den Mitgliedern schriftlich bekannt zu geben. Mitglieder die ihr Einverständnis erklärt haben, können die Unterlagen per E-Mail erhalten. Ordnungsgemäß eingeladen ist eine Hauptversammlung, wenn spätestens 28 Tage vor dem Termin die Einladungen per Post, oder, soweit das Einverständnis vorliegt, per E-Mail an die letzte, dem Verein bekannt gegebene Adresse erfolgt ist. Dem Postversand steht die persönliche Übergabe bzw. der Einwurf in den Briefkasten des Mitgliedes gleich.

Die Einladung kann Teil der Verbandsmitteilung sein.

3. Die ordnungsgemäß eingeladene Hauptversammlung ist unabhängig von der Zahl der Teilnehmer beschlussfähig.

4. Die Hauptversammlung findet jährlich statt, möglichst in Verbindung mit einer gartenbaulichen Veranstaltung.

5. Die Hauptversammlung kann verdiente Ehrenmitglieder zu Ehrenvorstandsmitgliedern mit oder ohne Angabe eines bestimmten Aufgabenbereiches auf Lebenszeit ernennen. Ehrenmitglieder des Vorstandes sind zu erweiterten Vorstandssitzungen einzuladen. Sie haben Rederecht, aber im erweiterten Vorstand kein Stimmrecht.

6. Stimmberechtigte in der Hauptversammlung sind

a) ordentliche Mitglieder
b) Ehrenmitglieder
c) Ehrenvorstandsmitglieder, soweit sie nicht ohnehin ordentliche Mitglieder sind.

Teilnahmeberechtigt und redeberechtigt sind auch alle übrigen Mitglieder.

Außerdem kann der Vorstand Gäste zur Teilnahme an der Hauptversammlung ohne Stimmrecht einladen.

7. Der Vorstand hat der Hauptversammlung Bericht zu erstatten. Die Hauptversammlung wählt zwei Kassenprüfer.

8. Eine Hauptversammlung ist einzuberufen, wenn dies mindestens 1/5 der Mitglieder beim Vorstand schriftlich unter Angabe der Gründe beantragt.


§ 7
Sonstige Organisationsformen

Der Vorstand kann die Gründung von Arbeitskreisen beschließen, wenn es zur Lösung bestimmter Aufgaben und Probleme notwendig ist. Leitung und Zusammensetzung dieser Arbeitskreise bestimmt der erweiterte Vorstand.


§ 8
Protokolle

Über alle Sitzungen sind Berichte aufzunehmen und in ein besonderes Protokollbuch einzutragen.

Die Protokolle werden vom Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter und vom Geschäftsführer gegengezeichnet. Ist das Geschäftsführeramt nicht besetzt übernimmt dessen Aufgaben ein anderes Mitglied des erweiterten Vorstandes kommissarisch.


§ 9
Verbandsmitteilungen

1. Um die Verbindung der Mitglieder des „Verbandes ehemaliger Dresden-Pillnitzer“ mit den Pillnitzer Einrichtungen jederzeit aufrecht zu erhalten, gibt der Verband mindestens halbjährlich Verbandsmitteilungen heraus, die dem Verbandsmitglied zugeleitet werden.

2. Für die Zusammenstellung und den Versand ist der Geschäftsführer verantwortlich.

3. Bei der Festsetzung des Jahresbeitrages ist zu berücksichtigen, dass die Druck- und Versandkosten voll durch den Beitrag abgegolten werden.


§ 10
Jahresbeiträge und Mittel

1. Es wird ein Jahresbeitrag erhoben, dessen Höhe die Hauptversammlung festlegt. Der Jahresbeitrag ist über Einzugsermächtigung oder Dauerauftrag durch die Mitglieder bis Juni des lfd. Jahres zu begleichen.

2. Ehremitglieder und außerordentliche Mitglieder zahlen keinen Beitrag.

3. Mittel und Zuwendungen des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden, unter anderem auch für Verbands-veranstaltungen und Ehrungen.

4. Die mit einem Ehrenamt betrauten Mitglieder haben nur Anspruch auf tatsächlich erfolgte Aufgaben.


§ 11
Wahlordnung

1. Die Wahlperiode des Vorstandes beträgt 3 Jahre. Der Vorstand des Verbandes bleibt solange im Amt, bis der neue Vorstand gewählt ist.

2. Bei Vorstandswahlen ist ein Wahlleiter zu bestimmen, möglichst per Akklamation. In der Regel soll dies ein Ehrenvorstandsmitglied sein. Soweit kein Ehrenvorstandsmitglied existiert bzw. anwesend ist, soll in der Regel das älteste anwesende Mitglied bzw. die von ihm vorgeschlagene Person die Leitung der Hauptversammlung während der gesamten Vorstandswahl übernehmen.

3. Die Hauptversammlung entscheidet darüber, ob die Wahl in offener oder geheimer Abstimmung durchgeführt wird. In jedem Fall ist eine Einzelabstimmung durchzuführen. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt.

4. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus ist bei der nächsten Hauptversammlung eine Nachwahl durchzuführen. Die Nachwahl gilt für den Rest der Wahlperiode.

5. Soweit der Vorstand wechselt, unterzeichnet das Protokoll der Hauptversammlung gem. § 8 der Satzung noch der ausgeschiedene Vorstand.


§ 12
Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 13
Rechnungslegung

1. Die Hauptversammlung beschließt einen Finanzrahmen für das Folgejahr. Der Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr ist von der Hauptversammlung zu genehmigen.

2. Die Kassenführung ist spätestens 4 Monate nach Beendigung des Geschäftsjahres durch zwei Kassenprüfer, die die Hauptversammlung wählt, zu prüfen. Die Kassenprüfer dürfen nicht dem erweiterten Vorstand angehören. Über die Kassenprüfung ist ein Protokoll anzufertigen.


§ 14
Satzungsänderungen

1. Anträge auf Satzungsänderungen sind bei der Geschäftsstelle des Verbandes schriftlich einzureichen.

2. Änderungen und Ergänzungen der Satzung erarbeitet der Vorstand. Sie bedürfen zu ihrer Wirksamkeit eines Beschlusses in der Hauptversammlung mit 2/3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen.


§ 15
Ehrungen

An Personen, die sich um die Zwecke des Verbandes verdient gemacht haben, kann der Verband auf Beschluss des Vorstandes geeignete Ehrungen vornehmen.


§ 16
Auflösung des Verbandes

1. Der Verband kann in einer ordnungsgemäß einberufenen Hauptversammlung aufgelöst werden. Die Auflösung bedarf einer Mehrheit von 2/ 3 der abgegebenen Stimmen.

2. Der Verband gilt auch dann als aufgelöst, wenn die Zahl der ordentlichen Mitglieder weniger als 7 beträgt.

3. Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen, soweit nichts anderes beschlossen wird, an den Freistaat Sachsen, der es im Rahmen von Naturschutzaufgaben oder der Pflege von öffentlichen Gärten verwenden muss.